Der Begriff KISS steht für Kopfgelenk-Induzierte Symmetrie-Störung.
Der Begriff "KISS - Syndrom" ist etwas unglücklich gewählt, da er einerseits die Blockade des Kopfgelenkes als alleinige Ursache für das gesamte Krankheitsbild bezeichnet und andererseits die Asymmetrie nur einen Teil der auftretenden Probleme beschreibt wie z. B. Entwicklungsstörungen, Spucken, anhaltendes Schreien, Blähungen. Ich möchte an dieser Bezeichnung wegen dem häufigen Gebrauch festhalten.
Die daraus resultierenden Entwicklungsstörungen können vielschichtig sein und sind für sich allein genommen nie typisch für eine KISS - Symptomatik.
Erst die Kombination von derartigen Auffälligkeiten lässt an eine KISS-Problematik denken.
Was sind die Kopfgelenke?
Die Kopfgelenke werden von dem zweiten Halswirbel (Axis), dem ersten Halswirbel (Atlas) und dem darauf sitzenden Hinterhauptknochen (Occiput) mit den zugehörigen Weichteilen gebildet.
Die Kopfgelenke passen sich einseitigen Fehlspannungen (Asymmetrien) im Körper an. Diese Fehlspannungen können einmal aufsteigend von dem Becken oder dem Rumpf einen Einfluß auf die Kopfgelenke nehmen und auch absteigend durch eine Verschiebungen der kindlichen Kopfknochen (Asymmetrische Kopfform).
Eine häufige Ursache der nachzuweisenden Asymmetrie ist eine intrauterine Zwangslage (eingeengte, verkrümmte Stellung des Kindes in der Gebärmutter) die zu einer einseitigen Verkürzung der Rumpf- und Halsmuskulatur führt. Diese Lagedeformität macht sich durch eine C–förmige Rumpfneigung zu einer Seite bemerkbar. Auf der einen Seite steht das Becken höher, sodass der Eindruck einer Beinlängendifferenz entsteht. Die Kinder versuchen mit der ersten Kopfkontrolle die Verkürzung der Rumpf – und Halsmuskulatur auszugleichen. Dazu wird der Kopf als Ausgleich für die gesamte C-förmige Rumpfverbiegung in die hochizontale geneigt und gedreht. Diese Kompensation findet in den Kopfgelenken statt, so dass der Anschein einer Kopfgelenkblockade entsteht.
Die Babys schauen vermehrt in eine Richtung und/oder überstrecken teilweise den Kopf und biegen sich nach hinten durch. Dadurch flacht sich der Hinterkopf seitlich ab und es entsteht eine asymmetrische Schädelform. Oft erscheint eine Gesichthälfte kleiner.
Eine weitere häufige Ursache liegt im Geburtsvorgang. Der Hinterkopfbereich ist für den Geburtsprozess von allergrößter Bedeutung, da er den Weg des Kindes durch den Geburtskanal vorgibt.
Am Hinterhaupt verlassen drei wichtige Hirnnerven den Schädel, welche das Saugen und Schlucken, die Verdauung, sowie Kopfhaltung und Drehung steuern.
Hier wirken die größten Kräfte, wenn es zu Verzögerungen oder Komplikationen im Geburtsverlauf kommt. Dies kann zur Kompression der Nerven führen.
Darüber hinaus entstehen durch die Fehlhaltung auch oft motorische Auffälligkeiten. Das Kind kann in der motorischen Entwicklung zurückstehen oder auch Stadien der Entwicklung überspringen. Auch kann eine Körperseite vernachlässigt werden. Das heißt das Kind setzt vermehrt nur einen Arm ein oder dreht sich nur über eine Körperseite.
Mögliche Ursachen eines Kiss - Syndrom
Die hervorgerufenen Symptome können von Kind zu Kind sehr unterschiedlich sein.
Mögliche Symptome:
Siehe Behandlungsbereiche Säugling, Klein-/Schulkind
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